JA, ES IST MÖGLICH

WIE DAS LEBEN UNS HEILT

Wenn etwas Traumatisches passiert, etwas, das jahrelang das Verhalten prägt, kann es dann einfach so vorbeigehen? Ja. Es kann. 2 Dinge braucht es dazu.

DAS ERLEBNIS

Alles beginnt ganz harmlos. In meinem Fall an einem schönen Sommertag. Meine beste Freundin ist da. Wir wollen Kastlhüpf’n.

Auf dem Boden ist alles aufgezeichnet, wir sind startklar. Es fehlt bloß eines: ein Stein zum Werfen. 

Ich werde in der Böschung neben der Zufahrt fündig. Unten an der kurzen Böschung geht die Straße vorbei. Wenig befahren, weil ich als Kind am Land wohne. 

Ich schnappe den großen Stein und werfe ihn mit voller Wucht auf den Boden. Und sehe aus dem Augenwinkel, wie der aggressive Schäferhund der Nachbarn sich von der Leine losreißt und zähnefletschend auf mich zuschießt. Ich renne, ich schreie. Er beißt. Aus.

Weiter nichts passiert. 

Viele, viele Jahre hatte ich Angst vor Hunden. Großen, kleinen. Stillen, lauten. 

Aus der nichtbewältigten Angst kann mit der Zeit ein Trauma werden. In meinem Fall kam erschwerend hinzu, dass es nicht bei dem einen Hundebiss blieb. Die hatten es echt auf mich abgesehen. 

DAS LEBEN

Ohne großes Nachdenken hat sich die Angst gelindert. Das Leben hat einfach Situationen geschaffen, die mir halfen. So ganz nebenbei. Nette Hunde und tolle Hundebesitzer haben meinen Weg gekreuzt und die Angst wurde weniger. 

DIE HEILUNG

Dennoch wollte ich lange keinen Hund und nie einen Schäfer. Das Leben in seiner spitzfindigen juristischen Perfektion hat mir einen altdeutschen Schäfer gebracht. Feiner Unterschied. Feines Wesen, herzlich, sensibel, klug, würdevoll, energiegeladen, spritzig, sanft. 

Ich war bei der Züchterin wegen was ganz anderem. Dann nur schauen, als die Welpen da waren. 9 Welpen, 8 davon ließen mich völlig kalt. ‚Da, halte die mal.‘ Und es machte klick im Herzen. 

Ja, ich habe noch eine Weile überlegt, wegen der Verantwortung, der Zeit, der Katzen. Doch eigentlich war es geschehen. 

Seither bereichert sie mein Leben, fordert mich, lehrt mich, liebt mich. 

Heute lag ich auf dem Rücken am Boden und ließ mich im Spiel von ihr ‚attackieren‘ Die Kleine ist mittlerweile 30kg schwer, doch ich hatte nicht die Spur von Angst. Schäfer hin oder her. 

Sie weiß, was Spielzeit ist und hat sich so gefreut. Hüpfte über mich, auf mich, fuhr ins Gesicht um mich zu ‚küssen‘.

Völlig ausgeliefert lag ich da, völlig sorgenfrei, furchtlos, einfach nur froh und unbekümmert. 

WARUM ICH DAS ERZÄHLE

Die Liebe ist eine Himmelsmacht. Und viele kleine Schritte bringen dorthin und dann kommt ein Moment, und man entscheidet: springen oder nicht. Vertrauen und Liebe heilen jedes Leid. 

Die Liebe klärt, besänftigt, umsorgt, hilft zu verzeihen und lässt uns dann frei um zu sehen ob,  weil sie hofft, dass wir es schaffen uns der Liebe, dem Leben und seinen Chancen wieder zu öffnen: der neuen (alten) Liebe, dem altdeutschen Schäfer, dem neuen (anderen) Weg. 

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MAG. DR. VERENA RADLINGMAYR

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