Hilfe: was, warum, wieso, für wen?

Wer hätte gedacht, dass dieses Thema einst ein Eintrag in meinem Blog wird. Aus der persönlichen Erfahrung, aus dem seelischen Leid von Kindern und Jugendlichen höre ich aber den Ruf nach echter, wahrer Hilfe heraus. Wussten Sie, dass Hilfe wie ein Geschenk ist? Ein Wert, den man in sich pflegen soll? Und dass in diesem Beitrag eine wunderschönes Geschenk für Sie versteckt ist? Nur Mut, lesen Sie weiter!

Hilfe, sie ist die Energie, die in den nächsten Wochen und Monaten sehr gefragt sein wird. Hilfe, sie ist eine Gabe, ein Wert, eine Charaktereigenschaft. Hilfe, sie ist vielen ein Rätsel. Wie viel Hilfe darf man geben, wann darf man um Hilfe fragen? Müssen alle mir helfen? Dieser Artikel will versuchen, Ihre Individualität, Ihre Bedürfnisse und Ihre Grenzen in Einklang zu bringen und ein Bild zu zeichnen, das Klarheit über die Hilfe bringt. 

Duden definiert die Hilfe als Tätigwerden um andere zu unterstützen. Mit anderen Worten: man sieht die Not eines anderen und greift rettend ein. Doch nicht immer muss die Lage das anderen drastisch sein. Hilfe kann auch eine Wohltat sein, Rückhalt, wenn man sie gibt, obwohl man weiß, dass die andere Person das auch alleine, selbst kann. Das ist das Verständnis von Paradies. Im Gleichnis der langen Löffel unterscheiden sich Himmel und Hölle nur durch eine Kleinigkeit: während in der Hölle alle mager sind, weil sie von den tollen Speisen nicht essen können mit den langen Löffeln, sind im Himmel alle heiter. Sie schieben sich die Löffel gegenseitig in den Mund. 

Hilfe und Geschenke haben eines gemeinsam: sie sollen den anderen erfreuen, nicht uns selbst. Die Freude, die wir geben, wird ins eigene Herz zurückkehren. Dazu ist es erforderlich sich in die Lage des anderen zu versetzen. Zu sehen, was die Person jetzt wirklich brauchen kann: fünf Minuten Ruhe oder einfach eine Pause, ein gutes Essen, jemanden der staubsaugt und dann wieder geht, einen Möbelschlepper, einen Bleistift. Die Individualität des anderen zu schätzen, ist ein Grundprinzip der Hilfe, der Nächstenliebe. 

Unsere eigene Individualität soll natürlich auch nicht zu kurz kommen. Wenn wir zum Staubsaugen nicht geboren sind, dann ist das okay. Dann hilft man diesmal nicht. Oder mit etwas anderem, das nützlich ist.  

Leer, ausgenutzt, enttäuscht wird man sich fühlen, wenn Hilfe mit Erwartungen verknüpft ist. Wenn ich ihm helfe, dann wird er wohl… Wenn ich das für sie tue, dann hoffe ich schon, dass sie sieht, … Und auch, wenn wir erwarten, dass all unsere Freunde und Bekannten immer einspringen, wenn bei uns der Schuh drückt. 

Manch einer ist überbordend in seiner Hilfsbereitschaft, auch das ein Phänomen, das in den letzten Wochen sehr oft zu Tage getreten ist. Hören Sie gut hin, wenn Ihnen jemand sagt: nein, oder das geht jetzt nicht oder sonst eine leise, vorsichtige Grenze zieht. Auch  die eigenen Gedanken und Gefühle sind in diesem Zusammenhang von Bedeutung. Sorgen Sie sich nicht, haben Sie kein Mitleid, zeigen Sie Barmherzigkeit, Zutrauen. Packen Sie an oder geben Sie Raum. 

Immer wieder höre ich von Menschen, dass Sie in Ihrer Nachbarschaft, Ihrem Umfeld gar niemanden haben, der Hilfe braucht. Das kann mehrere Ursachen haben. Ja, viele Menschen haben das Vertrauen in andere verloren, haben es satt, Hilfe angeboten zu bekommen, nur um dann in der Schuld eines anderen zu stehen. Wer um Hilfe bittet, rechnet vielleicht noch damit einen Gefallen zu schulden, aber nicht jemand, der sie angeboten bekommt. Diese Menschen werden Hilfe ablehnen. Ihre Not nicht mehr zeigen. 

Andere zeigen ihre Not nicht, weil es sie verletzlich macht, angreifbar. Zu viele Menschen haben verlernt, dass man für Hilfe keinen Ausgleich erwartet. Hilfe ist in erster Linie selbstlos. Sehr oft stellt das Leben einen Ausgleich her, aber dafür gibt es keine Garantie. Jemand, der kein Geld hat und von Ihnen Essen bekommt, kann sich vielleicht mit Zeit revanchieren, aber auch das ist nicht gesagt. Wissen Sie, wie eng es bei manchen Menschen hergeht?

Auch Neid, Eifersucht und Missgunst, oft gut getarnt als Fürsorge oder “wir meinen es ja gut” machen uns blind für das Hilfsbedürfnis anderer. 

Um helfen zu können, braucht es ein gesundes Selbst, eine gefestigte Persönlichkeit, die offen sehen kann was andere brauchen, wie sie sind. Eine gesunde Balance von Selbst und Gemeinschaft, wenig Ego, und eine große Portion Mut. Denn die negativen Emotionen in uns anzusehen, ist nicht einfach. Aber lohnend. Denn wenn ich sehe, warum mich etwas wurmt, dann tue ich mir den größten Gefallen. 

Hilfe im Großen und im Kleinen ist so dringend gefragt doch dort, wo diese Energie sein sollte, ist ein grause Energiefeld, leblos und leer. Kleine Gesten im nahen Umfeld sind herausfordernder als Spenden an Nachbar in Not oder Patenschaften für Kinder in der Dritten Welt. Doch ich bin sicher, Sie sind bereit für diese Challenge!

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Dieser Blog, der Blog der Gilde des Licht, hat die Aufgabe bekommen, den Menschen den Wert von Individualität und Gemeinschaft zu zeigen und sie zu lehren, wie beides zusammen gelingt, wie Wohlstand und Wohlbefinden sich einstellen, wenn man sich selbst entfaltet, aber nicht allein.

MAG. DR. VERENA RADLINGMAYR

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