Wenn man abends nach Hause kommt und sich auf einmal leer fühlt, was macht man dann? wenn man inmitten der Familie das Gefühl hat, dass etwas fehlt? Dann wird es Zeit sicha uf die Suche zu machen nach Sinn, Seelenheim und Glück. Beginnen aber kann man ganz einfach: indem man zulässt, was da ist: die Leere.
Warum Leere zunimmt
In den Jahren des Schmerzes haben die Menschen vergessen, was das Leben und diese besondere Jahreszeit bedeutet: die Freude an der Fülle, Dankbarkeit an die Vielfalt des Lebens. Vorausschau und Einlagerung.

Und so zog die Leere ein in die Seelen der Menschen. Leere wohnt nicht im Herzen, nur zum Teil im Geist. Sie bringt die Seele ins Vakuum, das Land der Wahl. Die Stille ist von der Leere verschieden. Doch wenn die Leere die Seele erfasst weiß man nicht mehr, dass sie da ist weil sie Sinn hat. Dass sie da ist, weil die gerechte Verteilung und die Erntekräfte fehlen.
Emotionale Leere – wie man mit ihr umgeht
Keiner, der da ist. Niemand, der zuhört. Keiner, der die Bedürfnisse stillt. Leere ist Abwesenheit, sie ist fehlende Resonanz ebenso wie die grundlegende Leere des Seins. Sie ist nicht Hilferuf und sie ist nicht leicht. Sie ist das Vakuum, der Beginn einer neuen Existenz. Wie bitte? Leere kann hilfreich sein. In den alten Weisheiten erzählt man sich, dass in diesem Zustand alles entsteht. Dass in diesem Zustand nicht Nichts ist, sondern noch nichts. Und wenn der Zustand entsteht, weil Menschen fehlen? Verbindungen? Dann gilt auch hier: lass es entstehen.
Leere und was sie ist
Leere ist das Ende der Fahnenstange. Frust, Enttäuschung, Entbehrung all das hat man nicht gewandelt. Und nun steht man da: leer. Man hat sich und seine Bedürfnisse ignoriert. Funktioniert, aber nicht gelebt. Und manchmal ist es auch das Leben, das einen in die Leere schickt. Damit die Seele heilen kann von einem Schmerz, der zu gross war um im Trubel zu heilen, Mancher Schmerz braucht das Vakuum. Aber nie braucht der Mensch den Schmerz oder die Krankheit um zu wachsen. Das Leben ist nicht gemein. Wir wachsen alle auch an den guten Dingen.

Leere hat Sinn. Die Bedürftigkeit dahinter ist keine Schwäche, sondern Menschlichkeit. Wir alle brauchen andere Menschen – aber nicht als Statisten, sondern als Anteilnehmende. Menschen, die wissen, wie man liebt, indem man den anderen sieht.
Leere ist ein Zustand von zu viel Raum und zu wenig Halt. Es fehlt – an Struktur, Nahrung, Zuspruch. Es fehlt das Gewohnte, weshalb man nach der Trauer auch Leere verspürt, nach Liebeskummer das Nichts, vor dem man steht. Leere ist oft die Phase vor dem Neuanfang.

Leere kann man versuchen zu füllen, indem man Handy scrollt, wichtige Dinge nachschaut und googelt, sich ins Weltgeschehen einmischt. Doch nichts davon wird Linderung bringen, wenn die Leere die Wurzel ist.
Sie will sein. Denn sie hat dich gehört.
Sie hat dich gehört, als du deine Bedürfnisse riefst, sie hat gewirkt, weil du nicht mehr weitermachen kannst wie bisher. Dir wurde genommen, Leere erinnert, dass auch gegeben werden kann. Vom Neuen. Vom Besseren. Von einem Leben auf einer neue Ebene, in einem neuen Umfang, einem erweiterten Horizont. Von Gott, Mutter Erde, deinem höheren Selbst, immer und vor allem, wenn andere fehlen. Von den feinen Reichen und ihren trostspendenden Bewohnern.
Leere und Stille
Leere geht oft mit Stille einher, manchmal aber fühlen wir uns im ärgsten Trubel, in der vermeintlichen Fülle des Lebens leer. Leere entsteht nicht wegen Stille – die Stille kann helfen sie zu erkennen und zu wandeln. Doch die Leere hat keine Grenzen, keinen Boden. Sie fühlt sich an wie ein freier Fall. Stille dagegen ist reich, voll, wärmend, erdend, ja sogar nährend. Eine Mutter, die still sitzt und ihr Kind betrachtet, ist erfüllt, erfüllt von Liebe, Stolz, Gnade und anderem mehr.

Ein Liebender, der den Sonnenuntergang still wirken lässt, ist erfüllt. Ein Mensch, der nach getaner Arbeit Stille geniesst, ist stolz, zufrieden, glücklich.
Leere und Stille sind nicht das selbe.
Leere leben
Die alltägliche Leere, nach der Arbeit, nach dem Sein mit der Familie, zeigt, dass man sich allein gelassen, der Seele Bedürfnisse ignoriert hat.

Die Rauchenden, die Schreienden, die Menschen, deren Bedürfnisse gleich mit der nächsten Onlinebestellung getilgt werden, sie sind die Menschen, die Leere nicht leben, aber empfinden. Sie lernen nicht aus ihr, weil sie sie verdrängen.
Jede Leere erfordert Heilung – denn etwas will genährt werden. Sei es deine eigene Macht, sei es dein mannigfaltiges Potential, sei es der Spass, der keinen Zweck verfolgt.
Leere ist furchtbar – denn sie zerreist einen. Doch nur so lange, bis man lernt Herz und Seele heil werden zu lassen.
Leere vor dem Neuanfang
Manchmal weitet sich dein Haus, dein Potential, dein Geschick und dein Aufgabenportfolio – und auch dann entsteht Leere. Du bekommst mehr – und alles wirkt weniger. Wie wenn du Möbel aus einer 35m2 Wohnung in ein 350m2 Haus stellst – alles da, aber etwas fehlt. Wird das Leben neu geordnet, fehlt erstmal etwas. Und nur du weisst, was. Und du weisst, wie – wie es zu dir kommt, wie es sich anfühlen soll.
Um den neuen Horizont zu leben, zu erfassen und sich von der Leere zu befreien, ist es wichtig zu verstehen, wie diese Leere wirkt: wie die unendlichen Weiten des Universums, die umgekehrte Seite der Fülle.

Leere als Vorstufe des Neuanfangs, die Kehrseite der Fülle, braucht eine Entscheidung. Sie braucht die Erkenntnis, was diese Einweihung von dir verlangt. Die natürliche Ordnung formt sich neu – mit neuen Privilegien kommen auch neue Pflichten. Hand in Hand gestalten sie den Raum und binden dich mit ein. Dann beginnt der Prozess der Einweihung: Gesetze, Gebote, Gaben, sie alle formieren sich neu – doch du bist es, die entscheidet, bestimmt, was welchen Platz einnimt. Und hier scheitert es so oft: denn Menschen fragen: was soll ich tun? Und as Leben gibt keine Antwort. Weil es keine Antwort geben kann – dein freier Wille ist das oberste Gebot, dein Wunsch Befehl.
Lass die Leere wirken.
Rufe nicht, sondern werde still. Und lausche der Stimme, die dich führt. Leere führt dich zurück zur erdigen Kraft der Verbindung mit Mutter Erde, deinem Selbst, deiner Sonne. Das Licht der sonnigen Vielfalt wird dich wieder finden. Davor lerne zu verstehen, was fehlt: nicht der Mann, sondern die Verbindung, die Polarität Nicht das Geld, sondern der Selbstwert, nicht die Kunden sondern der Sinn. Nicht die Menschen, sondern die Achtung, manchmal die Offenheit. Bist du wirklich bereit? Das fragt die Leere. Wenn ja bereitet sie die keine Probleme, denn du weisst das Leben gestaltet sich neu und tust, was zu tun ist.
Wenn nein, sieh, was deine Seele leer gemacht hat. Die Abwesenheit von Reinheit. Von Treue. Von Mut. Und dann belebe sie wieder. Denn was immer du getan hast, du wirst geliebt. Vom Leben. Von mir. Sonst wärest du nicht hier.
– Uriel. August 2026.
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