Opfer – nein danke

Karmisch gesehen ist Opferhaltung echt doof, macht mieses Karma und das Leben unnötig schwer. Es ist auch eine Entscheidung. Nanu? Wie soll das denn bitte wahr sein? Die Regeln des Herzens erkennen klar, dass es das Böse in der Welt gibt. Doch sie machen niemanden zum Opfer. Sie geben Inspiration, Mut, Ausdauer und die Kraft weiter zu machen. Residenz, nennen wir das. Oder einfach Magie. Denn die Zauberwelt, jene Welt, die wir eben beginnen zu betreten, deren Tore sich auftun und nun den Menschen schon ihre Vorboten senden, diese Welt ist gerecht. Fair. Und deswegen ist sie eine Einladung an uns, kein Opfer zu sein, Kein Täter. Sondern ein Mensch mit allen Facetten. 

Opfer, Täter, Dämonen

In der NLP-Methode, einer Methode, wo es darum geht Blockaden umzuprogrammieren, gibt es auch das sogenannte Dramadreieck: wo ein Täter, da ein Opfer, aber auch ein Retter. Das klassische Märchen spannt sich so auf. Doch das ist nur die halbe Wahrheit, und wer Märchen aufmerksam gelesen hat, weiß das. 

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Täter, Retter, Opfer, das ist ein Werk des Bösen. Denn es erfordert ja, dass irgendjemand da draussen sich bemüssigt fühlt jemanden zu retten. Und wenn wir eines in den letzten Jahren gelernt haben, dann dass es Retter nicht braucht. Das ist übrigens auch das, was mich an dieses ganzen Diskussion über die vergangenen Jahre so nervt: es gibt die Täter, die Opfer, das Drama. Nur Lösungen gibt es nicht – denn Anklage und andere vor den Kadi zu zerren, das mag Befriedigung geben, Ausgleich und Erlösung schafft es nicht. Dazu braucht es mehr. 

Die Wahrheit in den Märchen

Nehmen wir das Märchen Rapunzel: von klein auf in den Turm gesperrt, entdeckt eines Tages ein junger Prinz die junge Frau. Doch die alte, böse Frau will das nicht. Und stößt den jungen Mann vom Turm und Rapunzel verbannt sie. 

Doch Rapunzel ist kein Opfer. Sie zieht ihre Kinder alleine gross, gestaltet ihr Leben, hegt keinen Groll. Sie ist frei – und das ist alles, was zählt. Consequences be damned. Dann stolpert sie eines Tages dem blinden Prinzen in die Arme. Und zwei ihrer Tränen benetzen seine Augen und er konnte wieder sehen. Sie lebten – und jetzt kommt’s – glücklich und zufrieden. 

Es ist immer beides: glücklich und zufrieden. 

Was die beiden bedeuten

Zufrieden ist einfach: man ist dankbar für das was man hat. Ist zufrieden mit dem, was einem gegeben wurde: Status, Ansehen, Familie, Einheit. Glücklich ist anders. Glücklich erfordert, dass man sein leben aktiv lebt, seinem herzen nicht nur lauscht, sondern ins Tun kommt. Wahr. Anständig. Edelmütig. Treu. 

Für Opferhaltung ist weder da noch dort Platz. Aber er spricht nicht mehr mit mir. Aber du kannst das nicht verstehen. Opfer sind auch Täter – denn nur so können sie ihre negativen Emotionen erhalten. Was negative Emotionen an Schaden anrichten, steht hier. 

Aufhören, aber wie

Alles beginnt mit einer Entscheidung. Das ist wohl das, was es so unglaubwürdig macht. Denn während die ganze Welt von komplexen Methoden, Therapien und unendlichen Meditationen erzählt, sagt die Zauberwelt: entscheide dich. Dann fällt es ab und das Neue fängt an. Denn die Entscheidung ist eines – danach zu leben und zu handeln, ein anderes. Und da liegt die wahre Herausforderung. Doch das ist eine andere Geschichte.  

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