Kennen Sie das? Sie wollen, aber tausend Dinge kommen dazwischen. Sie würden so gerne, aber nichts geht. Und sie werden schon grantig, mies gelaunt, wie man in Österreich sagt. Dann gibt es jene, die auf einmal eine Verfehlung bekommen, wie sie sie seit Jahren, Jahrzehnten nicht hatten. Dann kann man sagen: es ist die Jahreszeit. Es stimmt sogar – doch diese Jahreszeit hat ein paar Extras, auf die niemand Wert legt. Deswegen wird es Zeit zu verstehen, was dahinter steht. Denn Wissen ist Macht.
Mehr und mehr Menschen rufen mich an
um mir ihr Leid zu klagen. Sie sind sehr klar, was sie wollen – und doch zweifeln sie. Sie fühlen sich am Boden, obwohl sie eigentlich schon am Weg waren. Dann sind sie auch noch so anständig sich schuldig zu fühlen und die Spirale dreht gleich noch weiter nach unten. Andere sind müde, ausgelaugt, erschöpft, obwohl doch eben noch Sommer war. Herbstdepression? Nein!

Echt? Ja. Ja, es sieht so aus als ob. Ja, es gibt auch Menschen, die der Herbstdepression anheim fallen. Aber diese Menschen plagt etwas ganz anderes. Und dazu muss ich noch einmal ausholen und erklären, wie das mit den Emotionen ist.
Emotionen sind eine feine Sache. Sie lehren uns, sie helfen uns, sie sind unsere besten Freunde wenn es darum geht glücklich zu werden. Sind wir in der Lage unseren Emotionen zu vertrauen, bauen wir eine starke innere Führung auf.
Aber warum dann diese Tiefs? Krankheiten? Dafür gibt es, wie ich nicht müde werde zu betonen, immer viele Gründe. Jeder Mensch ist einzigartig, individuell. Doch diesmal fällt mir schon eine Art Muster auf. Eines, das mich ärgert.
Denn das, was hier abgeht, entspringt nicht der Seele, dem Kern der uns leitet und führt. Oder das zumindest will. Diese Zustände gehen auf andere Menschen zurück.
Ich habe schon mehrfach ausgeführt, dass es manche Emotionen gibt, die gefährlich sind. Ja, sie haben ihre Berechtigung, denn auch sie zeigen, was wir wollen, wenn auch auf eine sehr verquere Art. Sie sind da. Doch weil wir nicht gelernt haben, diese Pferde zu zügeln, werden sie zu Reitern der Apokalypse. Denn sie sind Neid, Hass, Ungerechtfertigte Empörung, starke Eifersucht.
Ein Kind mit gebrochenen Knochen. Ein Hund mit Augenentzündung. Eine Frau mit einem Projekt, das beinahe verreckt. Faulheit? Nachlässigkeit? Pech? Die Wahrheit hinter all diesem Chaos war erschütternd, sie macht mich traurig. Denn es waren Emotionen anderer, die hier das Ziel vereitelt haben.

Wie das geht? Nehmen wir an Sie haben eine schöne Emotionen. In Kindern ist es meist Freude oder es ist Liebe. Irgendeine Form der Liebe und Reinheit eben. In Erwachsenen kann es Eifer sein, Hingabe, Klarheit, Freude natürlich auch, obwohl wir ja eher selten lachen. Und eben diese schönen Zustände machen einen Menschen auch schön – ganz gleich, wie er aussieht oder welche Kleidergröße er trägt.
Das ruft dann die Neider auf den Plan, oder die Wütenden, die die sagen: „Oh, warum die?“ Oder „Was hat der, was ich nicht habe?!“ Und schon habe wir ein Energie, die sich über die Freude des anderen legt. Wie ein Parasit. Sie verfärbt einfach das, was da ist. Wenn Freude grün und klar und schön ist, dann legt sich Hass, Neid, Wut, Eifersucht darüber wie so ein Virus und macht daraus etwas, woraus man nicht schlau wird. Eben war noch alles gut – was stimmt denn jetzt nicht mit mir? All das Gift von aussen sammelt sich in der Leber, man wird selber wütend und ein teil der negativen Masse.
Nun – alles stimmt. Es wird lediglich Zeit zu lernen, wie man mit den negativen Emotionen anderer umgeht.
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