Leben und danach

Was passiert am Ende? Das Leben hat Sinn, nicht erst im Tod

Eines Vorweg: auch den Tod kann man nicht übereilen. Solange die Zeit nicht reif ist gilt, wie bei allem im Leben, dass man sich in Geduld und Durchhaltevermögen üben sollte. Frieden findet man nicht im Tod, man findet ihn im Leben. 

Wenn eines Tages der Moment kommt, wo der ewige Schlaf sich einstellt, was braucht man dann? Was geschieht dann? In den letzten Wochen wurde die Frage nach dem Tod, dem Danach, oft gestellt. Was die Menschen sich wünschen, ist Bestätigung: dass das, was sie gemacht haben, gut ist, gut war. Und dass es danach auch gut ist. 

Alles im Leben folgt Strömen, einer Ordnung. Diese Ordnung teilt sich grob in Licht und Dunkel. In Zeitalter und übergeordnete Ströme. In die Wellen der Sphären, die Entwicklung der Menschheit, die Entwicklung von uns selbst. Und wir sollen dieser Ordnung auch folgen. Doch wie sich ein Mensch entwickelt, und wann, das steht ihm frei. Außerdem weiß das Universum, dass es keine böse Absicht gibt. Jeder tut das, was er tut, aus Überzeugung. Oder weil es das Beste ist, zudem man zu einem Zeitpunkt A fähig ist.

Später dann, im Zeitpunkt B, kann man sich denken: das war ja doof. Oder besser noch: beim nächsten Mal mache ich das anders. Und dann zeigt erst die Zukunft, wie die Entscheidung dann tatsächlich ausfallen wird. 

Wenn jemand nach einem schönen Leben langsam fühlt, wie die Schleier in die nächste Welt dünner werden, spürt, wie sie näher rückt, dann löst das unterschiedliche Gefühle aus. Angst mischt sich mit Sehnsucht, Ermüdung mit Lebensgeist, Kampfkraft mit Aufgeben. Und man beginnt sich zu fragen, was einen da vorne erwartet. In jungen Leben ist das da vorne ein anderes: hoffnungsfroh blicken manche auf die Pension, die Zeit, in der sie endlich sein können, wer sie sind. Andere freuen sich darauf, wenn die Kinder aus dem Haus sind. Manche sind nicht sicher, ob sie vom Leben überhaupt noch eine Zukunft erwarten. Sie steigen aus – Depression, Rückzug oder ein freudloses Dahinexistieren sind manchmal Ausdruck dieses Abschließens mit der Zukunft, dem Leben. 

Warum weitermachen? Eine Grundregel des Lebens besagt, dass man die Aufgaben, die man gestellt bekommt, lösen muss. Wann auch immer. In diesem oder dem nächsten Leben, dem übernächsten. Die Monade, jenes Gefäß, in dem unsere seelischen Überreste erhalten bleiben, wird von einem Leben zum nächsten mitgetragen. Als Startkapital sozusagen. Und es wird leichter, wenn man nicht zu viele Altlasten mit sich trägt. Selbst wenn sich gewissen Träume in diesem Leben nicht (mehr) erfüllen, so können wir trotzdem weitermachen, für uns selbst und die Lebenszeit, die wir haben, ausschöpfen und genießen. Denn der Tod ist nicht das Ende, er ist ein Anfang.

In vielen Nahtodberichten wird von einem Licht erzählt. Die Medizin beschreibt das als chemischen Prozess des Gehirns. Was aus meiner Sicht das Wichtigste ist, ist die Liebe, zu der wir alle zurückkehren. Die Liebe ist der Punkt, in der wir zur Erkenntnis gelangen. Wir sehen alles durch die rosarote Brille. Das verwandelt die Angriffe, die uns geschehen sind, in Lernaufgaben und Chancen, verwandelt so viele Probleme in die Auflösung karmischer Verstrickungen und das Loslösen von ererbten Glaubenssätzen. 

In dem Moment wird manchen klar, was sie im Leben versäumt haben. Sie warten dann mit dem Übertritt in der himmlischen Bahnhofshalle (nicht hier auf Erden) und nehmen sich einer Aufgabe an, wenn sie können, oder warten einfach so ab. Andere gehen und knallen die Türen hinter sich zu. 

Der Zeitpunkt des Todes ist jedem Menschen vorbestimmt. Niemand kann ihn wissen doch wenn es so weit ist, spüren wir das. Man selbst spürt das, nicht die erbhungrigen Anverwandten. Doch zu viel Chemie, zu viele Schadstoffe und die Verblendung der Seele mit allerlei Inhalten, dämpfen das Gefühl für diesen Moment und verhindern manchmal sogar, dass eine verstorbene Seele den Weg findet. .

Doch im Normalfall läuft alles glatt, so hat das Leben es vorbestimmt, so hat das Leben es gewollt. Man geht über Jordan, die Regenbogenbrücke, kehrt heim. Doch der Schein trügt: denn wenn man das Leben aus der Ferne betrachtet, ist es, wie alles andere auch, besonders schön. Daher will man einfach wieder hierher zurück.

Deswegen bietet es sich an, es jetzt gleich voll auszukosten. Denn das Leben ist es, wonach die Seele sich sehnt. Der ewige Kreislauf von Tod und Wiedergeburt kann nur daraus entstehen, weil wir uns nach dem Leben sehnen. Diese Sehnsucht ist es auch, was uns im Leben antreibt: wir wollen lernen, eine Aufgabe erfüllen, weitermachen. Mensch sein. 

Fragen

Ein solch schweres Thema wirft trotz allem viele Fragen auf. Ich möchte die Leser nicht hängen lassen, und gleichzeitig bitte ich um Verständnis dafür, dass nicht alle Fragen in einem Blogeintrag geklärt werden können. Für alle, die mehr wissen wollen, gibt es den Kurs Existenz (EA1), wo ich auch Einblick in meine persönlichen Erfahrungen gebe und sie lernen, was sie selbst tun können um ein gutes Leben zu führen. 

Was passiert mit Tieren? 

Das ist unterschiedlich, je nach Rasse, aber eines haben alle gemeinsam: sie gehen heim in die grünen Wiese der Frau Holle. 

Warum sterben Kinder/Babies?

Der Schmerz, der hinter dieser Frage steckt, ist einer, der Menschen in die Knie zwingt. Deswegen rate ich dazu, diesfalls Hilfe zu suchen: bei Beratungsstellen, der Heiligen Maria, oder im persönlichen Gespräch. 

Warum dann gut sein?

Sehr oft wird mir dann die Frage gestellt, wie das dann mit denen ist, die böse sind. Warum man denn gut sein soll, wenn doch sowieso alle in die Liebe kommen. Dafür gibt es einen Grund, aber das würde den Rahmen hier sprengen. Diese Themen werden im Spezialseminar “Existenz” behandelt. 

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MAG. DR. VERENA RADLINGMAYR

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