Das Ritterherz

Es ist das Schönste, was es gibt – für jeden Mann, für Frauen, die Welt, das Wohlergehen dieser Welt: das Ritterherz. Die Romantischen schwelgen in diesen Worten, die Realisten habe ich schon fast verloren. Richtig? Realisten, geben sie mir fünf Minuten. 

Das Ritterherz ist das Herz eines Mannes, der sich seiner selbst so sicher ist, so strahlt, dass er die Gabe hat, die Welt nach seinen Vorstellungen zu verändern. Zu verbessern. Das Gegenteil davon ist der verwöhnte Egoist, oder coole Denker, der sehr erfolgreich ist, aber wenig Freude empfindet. Er sucht nach dem nächsten Kick. Immer.

Auch diese Zeilen sind ein Kick und waren die letzten, die ich über das Gegenteil schreibe. Nunmehr geht es um das Ritterherz, seine Eigenschaften, seine Wirkung.

Das Ritterherz ist das, was jede Frau sich wünscht. Bruce Willis hat es, Wolf-Dieter Storl, Vin Diesel. Pierce Brosnan – und ich fühle die kollektiven Seufzer. Frauen, die bei dem Namen allein ein Hochgefühl bekommen und Männer, die gerne so wären wie er. Denn irgendwie hat er es drauf. 

Das Ritterherz ist das, was das männliche Erfolgsstreben mit dem großen Ganzen verbindet, mit der Natur, der Familie. Es gibt ihm Zugang zu Schätzen, von denen er nicht einmal zu träumen wagte. Es übernimmt Verantwortung, ist selbstlos, vorbildlich und versteht es zu führen. Zu lieben. 

Das Ritterherz kann einem ausgetrieben werden. Schlechte Erfahrungen? Vielleicht. Nörgelnde Frauen? Auch. Ganz bestimmt aber killt das Ritterherz ein falsch verstandenes Verantwortungsgefühl. Damit kriegt man es wieder und wieder und wieder. Solange, bis es entweder zur totalen Eskalation kommt – Seitensprung, Affäre, Betrug, Alkohol, Sucht/Flucht. Dann ist vom Ritter nicht mehr viel da und er streut den Rest seines Lebens Asche auf sein Haupt. Lebt in Schande. Wagt es nicht Brücken wieder herzustellen. Vergibt sich nicht. Hat seine Achtung verloren.

Oder aber Resignation und Rückzug töten seine Leidenschaft, seine Manneskraft. Einen Teil seines Wesens. Ein Drama auch das. Die leise Implosion ist viel schlimmer, weil sie ungehört verhallt, aber dennoch eine heftige Auswirkung auf künftige Generationen hat. Als Opfer-Vorbild.

Es gibt viele Argumente, dem Herzen nicht zu folgen. Frauen, die Männer manipulieren, nutzen oft gezielt deren Verantwortungsgefühl aus. Männer bringen als Argument gerne die Umstände, finanzielle wie tatsächliche. Oder verdrängen ihr Herz einfach aus dem Wunsch nach ungezügelter Freiheit. Geben sich der Arbeit hin. Seinem Herzen zu folgen klingt außerdem unmännlich und ist etwas für Stadtschamanen und andere Esoteriker. Oder eben für Barack Obama. Vin Diesel. Bruce Willis. Gandhi. 

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Dieser Blog, der Blog der Gilde des Licht, hat die Aufgabe bekommen, den Menschen den Wert von Individualität und Gemeinschaft zu zeigen und sie zu lehren, wie beides zusammen gelingt, wie Wohlstand und Wohlbefinden sich einstellen, wenn man sich selbst entfaltet, aber nicht allein.

MAG. DR. VERENA RADLINGMAYR

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